Newsletterartikel

Seit Juli 2010 schreibe ich für Trekzone auch Newsletterartikel, welche im Internet veröffentlicht werden.

2 Kommentare zu Newsletterartikel

  1. Annika sagt:

    Zu deinem Artikel „Erfindungen aus Star Trek die lieber nicht Realität werden sollten“:

    Im Absatz über Borg schreibst du: „Wer möchte schon gerne seine Individualität verlieren, nur der Teil eines Ganzen werden, nie mehr mit sich alleine, immer fixiert auf alle und nie mehr die Möglichkeit besitzen Stille, Ruhe und Abgeschiedenheit zu erleben.“

    Haben wir mit dem Handy nicht schon einen großen Schritt in eben diese Richtung gemacht? Durch die Möglichkeit ständig erreichbar zu sein und, wie du auch in diesem Artikel schon erwähnst, das unfreiwillige Mithören privater Gespräche anderer. Dazu kommt noch der innere Zwang vieler das Handy auch wirklich immer einstecken zu haben, die Angst etwas zu verpassen. Internetfähige Handys könnte man mit dem Zugriff der Borgs auf Wissen vergleichen. Dann noch andere Erfindungen, wie facebook und twitter, wo Menschen privateste Dinge veröffentlichen.
    Das alles führt mich zu einer doch recht bangen Frage:
    Ist den Menschen ihre Privatsphäre und ihre Individualität wirklich wichtiger als der Fortschritt und das Gefühl dazu zu gehören?

    • Ute Kreibaum sagt:

      Hallo Annika,

      danke zunächst einmal für Deinen Kommentar, der mich sehr gefreut hat.
      Tatsächlich kann ich Dir in einigen Punkten zustimmen – zumindest so lange es um die Privatsphäre und deren Ausdehnung auf andere, teilweise wildfremde Mitmenschen geht, sowie die Zwanghaftigkeit stets erreichbar zu sein. Deine Frage ist berechtigt und ich denke, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem man tatsächlich den Eindruck davon erlangen kann, dass man nur hipp ist, wenn man immer auf dem neuesten Stand der Technik ist und man nur so dazu gehört. Manch einer findet sich dazu ja auch noch cool, wenn er die ganze Umgebung beschallt statt z.B. Kopfhörer aufzusetzen – aber das ist ein anderes Thema. Betrachtete man sich die heutigen Generationen – und damit meine ich teilweise durchaus auch schon meine mit 30+ und hin und wieder älter, vor Allem aber die Jüngeren, ganz explizit die heutigen Teens und Anfang Zwanziger – ist der Trend zum dabei sein und sich überall präsentieren – egal ob das was man zu sagen hat wichtig oder sinnvoll ist – extrem gestiegen.
      Allerdings gibt es auch schon wieder hier und da Gegenbewegungen, die mich selber hoffen lassen. Immerhin muss man sich fragen, wie wir in den 80ern nur ohne Handy, Laptop, Facebook und Twitter haben überleben können… Die letzten Beiden finde ich persönlich im Übrigen immer noch als Graus, besonders Twitter, wo man wohl 99,9% aller Infos eher in die Ablage P legen kann. Aber so etwas ist ja bekanntlich Ansichtssache 🙂
      Ich denke – vielmehr ich hoffe – dass es hier eine gewaltige Bremse oder gar Kehrtwende in vernünftigere Bahnen geben wird, wenn tatsächlich eines Tages mal der Aspekt des Borgtum – One mind, one voice – Realität zu drohen wird. In dem Moment, wo ich mit meinen Gedanken nicht mehr alleine bin, bin ich verloren, denn ich verliere einen wichtigen, wenn nicht gar den wichtigsten Teil meiner selbst damit. Die Vorstellung davon dutzende, hunderte, tausende oder gar Millionen und mehr Stimmen – wenn auch vielleicht vereint zu einer – in meinem Kopf zu haben, lässt mich durchaus gruseln.

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